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Wenn die Psyche Achterbahn fährt: Wie Hormone deine Stimmung in den Wechseljahren steuern
Viele Frauen kennen das Phänomen: Plötzlich taucht eine unerklärliche Angst beim nächtlichen Autofahren auf, die Geduld im Alltag schrumpft oder schlaflose Nächte rauben die letzte Energie. In dieser Folge von „Hallo Wechseljahre“ spricht Gastgeberin Barbara Birke mit der Hamburger Psychotherapeutin Sandra, Gründerin von MyMenoMind. Sandra erklärt verständlich, wie eng die weiblichen Geschlechtshormone mit Botenstoffen wie Serotonin und Dopamin im Gehirn verknüpft sind, warum gerade die Lebensmitte ein emotionaler Wendepunkt ist und wie du dein Energiekonto wieder auffüllst.
Das nimmst du aus dieser Folge mit:
- Hormone modulieren die Psyche: Sinkendes Östrogen beeinflusst deinen Serotoninspiegel (Glückshormon) und Dopamin (Antrieb), während fehlendes Progesteron die beruhigende Wirkung auf das Nervensystem mindert.
- Depression oder Wechseljahre? Eine Depression ist eine Zustandsbeschreibung mit festen Diagnosekriterien (geminderter Antrieb, gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit über mind. 2 Wochen). In der Lebensmitte muss die Biologie – also die hormonelle Umstellung – in therapeutische Behandlungsmodelle zwingend einbezogen werden.
- Hormonsensitivität: Frauen, die früher schon unter PMS/PMDS oder Wochenbettdepressionen litten, reagieren in der Perimenopause oft besonders empfindlich auf Hormonschwankungen.
- Perfektionismus & Schuldgefühle: Die Wechseljahre verzeihen keinen Dauerstress mehr. Es wird Zeit, Ansprüche herunterzuschrauben (z. B. bei der Weihnachtsdeko oder beim Backen) und liebevoll Grenzen zu setzen. Tipp: Vor einer Zusage kurz Bedenkzeit erbitten („Ich schlafe eine Nacht drüber“).
- Die Regentonnen-Übung gegen Energieverlust: Visualisiere deine Energie wie ein Fass mit einem Ablaufhahn. Schau genau hin: Wo läuft deine Energie unkontrolliert ab (Energieräuber) und wie viel füllst du oben wieder ein (Energiegeber)?
- Erholungsinseln einbauen: Pausen dürfen nicht erst passieren, wenn du völlig erschöpft bist. Strategisch eingeplante Mikropausen am Tag schützen dich vor dem Ausbrennen.